08.07.21

Wie können Sie den Sprung zur Testautomatisierung wagen? – Teil 2/2

München, 8. Juli 2021 – Im ersten Teil des Artikels „Sprung zur Testautomatisierung wagen“ haben Sie folgende vier Tipps bereits lesen können:

  1. Wahl der richtigen Programmiersprache und des Automatisierungstools
  2. Entscheidung für den richtigen Test
  3. Trennung zwischen Ihren Testfällen, der Testlogik und den Object-Mappings
  4. Erstellung von robusten, wartbaren Tests

Entdecken Sie nun vier weitere Empfehlungen unserer Software Testing Experten, die Sie bei der Einführung einer Erfolg versprechenden Testautomatisierung vor typischen Stolperfallen vieler Projekte bewahren können.

Aufbau von unabhängigen Testfällen

Wir haben in zahlreichen Projekten bei unseren Kunden unterschiedlicher Branchen festgestellt, dass häufig am Anfang nicht immer stringent auf die Unabhängigkeit der Testfälle beim Software Testing geachtet wird. Erzielen Sie daher am besten immer einen sauberen Ausgangszustand für Ihre Tests mit den verwendeten Testdaten. Und wichtig: bauen Sie die Testfälle nicht aufeinander auf, sondern unabhängig voneinander. So bricht nicht gleich der ganze Test, sondern im Idealfall nur ein Testfall, in dem der Fehler auftritt. Gleichzeitig können Sie auftretende Fehler so auch besser identifizieren und schneller herausfinden, welcher Testfall betroffen ist.

Keep It Short and Simple in Bezug auf Ihren Code

Dieser Tipp ist Ihnen sicher bekannt. Sie sollen sich des Mottos „Keep It Short and Simple“ nur wieder einmal bewusst machen und beim Programmieren daran denken, Ihren Entwicklungscode einfach und klar zu halten. Das kann im Projektgeschehen und bei sich ändernden Anforderungen und Aufgabenstellungen schnell in den Hintergrund wandern und zu mehr Komplexität führen. Ihre Testfälle werden mit zunehmender Komplexität anfälliger für interne Fehler. So können die Testfälle an sich selbst und nicht, wie erwartet, an Fehlern in der Applikation scheitern. Je komplexer die Testfälle beim Sprung zur Testautomatisierung oder bei einem laufenden Testprojekt sind, desto mehr Wartungsaufwand haben Sie. Genauso wird es schwieriger Ihre Testlogik am Laufen zu halten, um die „echten“ Fehler zu finden.

Visualisierung der Testergebnisse

Der Köder muss dem Fisch schmecken und nicht umgekehrt. Machen Sie sich Gedanken, wer liest mit welchem Interesse Ihren Report. Visualisieren Sie Ihre Testergebnisse so, so dass auch die Empfänger etwas damit anfangen können. Zum Beispiel sind Logs gerade für Anfänger noch schwer zu lesen. Oft sind auch Testberichte und Screenshots mit weiteren Details hilfreich, damit eine fehlerhafte Stelle schnell und eindeutig gefunden werden kann.

Kompatibilität prüfen und Sprung zur Testautomatisierung wagen

Ein Test in der Zielumgebung kann schnell zu Überraschungen führen. Unser Tipp zur Kompatibilität: prüfen Sie Ihre Testautomatisierung frühzeitig in der Zielumgebung. Zur Sicherheit haben Sie schon bei der Programmierung die Gegebenheiten der Zielumgebung auf dem Plan. Natürlich entwickeln Sie die Tests zunächst auf Ihrem System und stellen dort die grundsätzliche Lauffähigkeit sicher. Dies heißt jedoch nicht, dass Ihre Tests dann auch auf jedem System laufen. Für eine erfolgreiche Testautomatisierung sollte die Lauffähigkeit auf dem Zielsystem sichergestellt sein. “Works on my machine” ist nicht ausreichend.

Haben Sie Fragen zu Testwerkzeuge sicher einführen, agiles Testen sicher etablieren oder Testautomatisierung sicher betreiben? Wir freuen uns auf Ihre Mail an: contact@spirit-testing.com oder sprechen Sie uns einfach an.